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Aberdares

Ein mystisches Hochland im Nebel. Die Aberdares begeistern mit tosenden Wasserfällen, dichten Bambuswäldern und der seltenen Bongo-Antilope.

Aberdares

Ein mystisches Hochland im Nebel. Die Aberdares begeistern mit tosenden Wasserfällen, dichten Bambuswäldern und der seltenen Bongo-Antilope.

Kenia

Land

Jan–März & Jun–Sep

Reisezeit

766 km²

Größe

1950

Gründung

Wissenswertes

Art des Schutzgebietes: Nationalpark unter Verwaltung des Kenya Wildlife Service (KWS).

Regenzeiten: März–Mai (lange Regenzeit), Oktober–Dezember (kurze Regenzeit).

Temperaturen: Kühl und neblig (Hochgebirgsklima), nachts oft Frost möglich.

Besucher-Frequenz: Niedrig. Ein ruhiger Kontrast zu den heißen Savannenparks.

Im berühmten „Treetops Hotel“ stieg Elizabeth 1952 als Prinzessin auf einen Baum und kletterte am nächsten Morgen als Königin herunter.

Heimat der spektakulären Karuru-Wasserfälle (die höchsten Kenias, 273m).

Bekannt für das vergleichsweise häufige Vorkommen von schwarzen Leoparden (Panthern).

Flora / Fauna

Landschaftliche Besonderheit: Dichte Bambuswälder, afro-alpine Moore und tiefe V-förmige Täler mit Wasserfällen.

Ikonisch: Die Östliche Bongo-Antilope (vom Aussterben bedroht und extrem scheu).

Tierwelt:

  • Waldelefanten und Kaffernbüffel
  • Riesenwaldschweine
  • Leoparden (auch schwarze Varianten) und Servale
  • Schwarz-weiße Colobus-Affen

Infrastruktur

Geografische Lage: Zentral-Kenia, ca. 160 km nördlich von Nairobi (Teil des zentralen Hochlands).

Nächster Airstrip: Mweiga oder Nyeri Airstrip.

Anreise: Ca. 3–4 Stunden Fahrt ab Nairobi auf guter Teerstraße bis Nyeri.

Straßenverhältnisse: Innerhalb des Parks steile, oft schlammige Pisten.

Unterkünfte: Die berühmten „Baum-Hotels“ (The Ark, Treetops) und Campingplätze in den Mooren.

Highlights

Es ist eine Welt wie aus einem Märchen, oft verhüllt in dichten Nebelschwaden. Die Aberdares präsentieren sich nicht als klassische Savanne, sondern als dramatisches Hochgebirge, in dem eisige Bäche durch tiefe Schluchten stürzen. Der Anblick der Karuru-Wasserfälle, die in drei Stufen fast 300 Meter in die Tiefe donnern, ist atemberaubend. Moosbehangene Bäume und riesige Farne verleihen der Szenerie etwas Urzeitliches – eine mystische Filmkulisse, die eher an die nebligen Berge der Gorillas erinnert als an das heiße Herz Afrikas.

Die Vegetation ändert sich mit jedem Höhenmeter: Von dichten Regenwäldern führt der Weg durch undurchdringliche Bambusgürtel bis hinauf in die afro-alpinen Moorlandschaften auf über 3.000 Metern, wo Riesen-Lobelien wachsen. Der Name des Parks geht auf den Entdecker Joseph Thomson zurück, der die Bergkette 1884 zu Ehren von Lord Aberdare, dem damaligen Präsidenten der Royal Geographical Society, benannte. Viel passender erscheint jedoch der traditionelle Name der Kikuyu: Sie nennen das Gebirge „Nyandarua“, was „trocknende Tierhaut“ bedeutet – eine bildhafte Beschreibung für die Silhouette der Bergkämme, die wie eine aufgespannte Haut am Horizont liegen.

Das tierische Leben konzentriert sich besonders im sogenannten „Salient“, dem östlichen Ausläufer des Parks, wo der Wald dichter ist und mineralhaltige Erde die Tiere anzieht. Hier liegen die berühmten Lodges, die wie Archen im Wald stehen und nächtliche Beobachtungen an beleuchteten Wasserlöchern ermöglichen. In dieser Stille treten die wahren Geister des Waldes hervor: Es ist einer der wenigen Orte, wo man Riesenwaldschweine, lautlose Leoparden – mit Glück sogar den legendären schwarzen Panther – und die majestätischen Waldelefanten aus nächster Nähe beobachten kann.

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