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Victoria Falls

Der Rauch, der donnert. Erleben Sie den größten Wasservorhang der Erde, wo der Sambesi mit brachialer Urgewalt in die Tiefe stürzt und einen Regenwald erschafft, der niemals austrocknet.

Victoria Falls

Der Rauch, der donnert. Erleben Sie den größten Wasservorhang der Erde, wo der Sambesi mit brachialer Urgewalt in die Tiefe stürzt und einen Regenwald erschafft, der niemals austrocknet.

Simbabwe

Land

Feb–Mai & Jun–Aug

Reisezeit

23 km²

Größe

108 m

Höhe

Wissenswertes

Art des Schutzgebietes: Nationalpark & UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist das touristische Herzstück des Landes.

Regenzeiten: November–März. Dies fällt mit dem steigenden Wasserpegel zusammen. Die Gischt ("Spray") ist dann so stark, dass man innerhalb von Sekunden komplett durchnässt ist.

Temperaturen: Subtropisch heiß. Oktober ist der heißeste Monat. Im Juni/Juli kann es nachts auf 6–10°C abkühlen.

Besucher-Frequenz: Hoch. Dies ist einer der meistbesuchten Orte Afrikas, doch das Gelände ist weitläufig genug, dass sich die Mengen verteilen.

Etwa 75% der Fälle liegen auf der simbabwischen Seite. Während die sambische Seite in der Trockenzeit (Okt–Nov) oft trockenfällt, fließt in Simbabwe das Wasser (fast) immer.

Vic Falls gilt als "Adventure Capital" Afrikas: White Water Rafting, Bungee-Jumping und Helikopterflüge ("Flight of Angels").

Flora / Fauna

Landschaftliche Besonderheit: Ein tiefer Riss in der Basaltplatte, in den der Sambesi stürzt. Gegenüber den Fällen liegt ein dichter Regenwald, der allein durch die permanente Gischt der Fälle existiert (ein eigenes Mikroklima).

Ikonisch: Der Regenbogen. Durch die permanente Feuchtigkeit in der Luft sind fast immer Regenbögen sichtbar – bei Vollmond sogar der seltene "Mondregenbogen".

Tierwelt:

  • Buschböcke (sehr zahm im Regenwald-Bereich)
  • Grüne Meerkatzen und Paviane
  • Posaunenvögel (Trumpeter Hornbill) und Schalow-Turakos
  • Krokodile und Flusspferde (im Fluss oberhalb der Fälle)

Infrastruktur

Geografische Lage: Nordwest-Simbabwe, direkt an der Grenze zu Sambia (verbunden durch die Victoria Falls Bridge).

Nächster Flughafen: Victoria Falls Airport (VFA). Exzellent angebunden (internationale Flüge).

Anreise: Meist per Flug. Der Ort ist perfekt zu Fuß oder per Taxi erkundbar.

Straßenverhältnisse: In der Stadt Victoria Falls und im Park sind die Wege asphaltiert und sehr gut gepflegt.

Unterkünfte: Riesige Auswahl. Von historischen Ikonen über moderne Lodges am Flussufer bis zu Backpacker-Hostels.

Highlights

Es ist nicht das Sehen, das einen zuerst trifft – es ist das Hören und das Fühlen. Schon Kilometer vor dem Parkeingang spüren Sie ein tiefes Grollen im Boden, wie ein endloses Gewitter. Wenn Sie dann den Pfad durch den dichten, tropfenden Regenwald betreten, wird die Luft schwer und feucht. Und plötzlich stehen Sie vor dem Abgrund: Eine weiße Wand aus Wasser, die mit einer Gewalt in die Schlucht hämmert, die einem den Atem raubt. Der feine Nebel legt sich sofort auf die Haut, und das Dröhnen ist so laut, dass man schreien muss, um verstanden zu werden. Es ist die pure Demonstration von Naturgewalt.

Der lokale Name der Fälle, „Mosi-oa-Tunya“, stammt aus der Sprache der Kololo und Lozi und trifft den Nagel auf den Kopf: „Der Rauch, der donnert“. Die riesige Gischtwolke steigt bis zu 400 Meter in die Höhe und ist aus 30 Kilometern Entfernung sichtbar – wie Rauch eines riesigen Feuers. Als der schottische Missionar David Livingstone die Fälle 1855 als erster Europäer sah, benannte er sie zu Ehren seiner Königin um. Er schrieb später den berühmten Satz: „Szenen, so lieblich, dass sie von Engeln im Fluge bestaunt werden müssen.“

Ein magisches, fast surreales Erlebnis bietet der „Lunar Rainbow“ (Mondregenbogen). An drei Tagen rund um den Vollmond bleibt der Park auch nachts geöffnet. Wenn das silberne Mondlicht auf die Gischt trifft, entsteht ein geisterhafter Regenbogen in der Dunkelheit. In dieser Stille, nur begleitet vom Rauschen des Wassers und dem fahlen Licht des Mondes, wirken die Fälle nicht mehr brachial, sondern mystisch und unendlich friedlich.

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