Kafue
Sambias ältester und größter Nationalpark lockt mit einer unfassbaren landschaftlichen Vielfalt – von dichten Miombo-Wäldern bis zu den legendären, nebelverhangenen Busanga Plains.
Kafue
Sambias ältester und größter Nationalpark lockt mit einer unfassbaren landschaftlichen Vielfalt – von dichten Miombo-Wäldern bis zu den legendären, nebelverhangenen Busanga Plains.
Sambia
Land
Juli-Okt
Reisezeit
22.400 km²
Größe
1950
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Nationalpark. Ein absolutes Wildnis-Erlebnis, das den Pioniergeist früherer Safari-Zeiten atmet und noch immer als Geheimtipp gilt.
Regenzeiten: November–April: Die Busanga Plains im Norden werden komplett überflutet und sind unzugänglich (viele Camps schließen). Im zentralen Teil ist es fantastisch für Vogelbeobachter, aber die Pisten werden extrem matschig.
Temperaturen: Extreme Schwankungen. Juni–August fallen die Temperaturen nachts oft nahe den Gefrierpunkt, tagsüber herrliche 25°C. Im Oktober flimmert die Hitze bei teils über 35°C.
Besucher-Frequenz: Sehr Niedrig. Trotz seiner gigantischen Größe und guten Erreichbarkeit ab Lusaka ist der Park touristisch extrem unterrepräsentiert. Sie können hier stundenlang fahren, ohne ein anderes Fahrzeug zu sehen.
Der majestätische Kafue-Fluss, der den Park auf über 250 Kilometern durchschneidet, sorgt für ganzjähriges Wasser und spektakuläre Bootssafaris.
Nirgendwo sonst in Afrika gibt es eine so hohe Vielfalt an Antilopenarten (21 verschiedene Spezies).
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Ein gigantischer Flickenteppich. Ausgedehnte Miombo- und Teak-Wälder im Süden und Zentrum weichen im äußersten Norden den Busanga Plains – einem endlosen, saisonal überfluteten Grasland- und Sumpfgebiet.
Ikonisch: Die „Swamp Lions“ (Sumpflöwen) der Busanga Plains. Diese riesigen Raubkatzen haben sich an das Wasser angepasst, springen oft spektakulär über die Wasserkanäle und sind dafür bekannt, auf Feigenbäume zu klettern.
Tierwelt:
- Geparden (Kafue ist der mit Abstand beste Park in Sambia, um diese Sprinter in den offenen Ebenen zu sehen)
- Afrikanische Wildhunde (starke, wachsende Population)
- Puku, Rote Letschwe und die extrem seltene Pferdeantilope (Roan)
- Flusspferde und Krokodile (in riesiger Zahl im Kafue-Fluss)
Infrastruktur
Geografische Lage: Zentral- bis West-Sambia, nur etwa 200 km westlich der Hauptstadt Lusaka.
Nächster Airstrip/Flughafen: Lusaka (LUN) für internationale Flüge. Innerhalb des Parks gibt es diverse Airstrips (z. B. Chunga, Lufupa, Busanga) für Fly-in-Safaris.
Anreise: Der zentrale Teil ist ab Lusaka per Auto in ca. 3–4 Stunden auf einer guten Asphaltstraße erreichbar. Die Busanga Plains im Norden erreicht man fast ausschließlich per Kleinflugzeug.
Straßenverhältnisse: Innerhalb des Parks tiefsandige, oft stark ausgewaschene „Bush Tracks“ und tückischer Lehmboden. Ein robustes 4x4-Fahrzeug ist unerlässlich.
Unterkünfte: Eine exzellente Mischung. Von luxuriösen, abgelegenen Fly-in-Lodges bis hin zu authentischen, rustikalen Buschcamps direkt am Ufer des Kafue-Flusses.
Highlights
Kafue ist Afrika für Fortgeschrittene. Es ist wild, weit und wunderbar unberechenbar. Wenn Sie morgens im offenen Geländewagen sitzen, riecht die Luft scharf nach wildem Basilikum und feuchter Erde. Der morgendliche Nebel steigt vom Kafue-Fluss auf und hüllt die dichten Flusswälder in einen mystischen Schleier. Hier gibt es keinen choreografierten Safari-Alltag. Man muss sich die Tiersichtungen in den dichten Wäldern oft erarbeiten, aber die Belohnung ist absolute Exklusivität. Wenn Sie hier einem Leoparden begegnen, der geräuschlos durch das hohe Gras schleicht, teilen Sie diesen Moment nur mit Ihrem Guide und dem Rauschen des Windes.
Der Park hat seinen Namen vom Kafue River, einem der größten Flüsse Sambias, der sich wie ein grün-blaues Band durch die Landschaft zieht. Das Gebiet war jahrhundertelang ein wichtiges Jagd- und Siedlungsgebiet, bis der legendäre britische Naturschützer Norman Carr in den 1950er Jahren erkannte, welch einzigartiges ökologisches Juwel hier verborgen lag. Carrs Vision war es, diese gigantische Wildnis zu schützen und gleichzeitig den Grundstein für einen sanften, naturverbundenen Tourismus zu legen – ein Erbe, das Sambias Ruf als Wiege der echten, unverfälschten Walking-Safaris bis heute prägt.
Das unbestrittene Kronjuwel des Parks sind die Busanga Plains im äußersten Norden. Wenn in der Trockenzeit das Wasser aus dieser riesigen Flutebene zurückgeht, hinterlässt es ein endloses, saftig grünes Grasmeer, das Tausende von Puku- und Letschwe-Antilopen anzieht. Kurz vor Sonnenaufgang, wenn der Bodennebel noch wie Watte über dem feuchten Gras liegt, steigen hier Heißluftballons in den kühlen Himmel auf. Lautlos über Herden von Antilopen und patrouillierenden Löwenrudeln hinwegzugleiten, während die aufgehende Sonne die Wasserkanäle in flüssiges Gold taucht, gehört zu den exklusivsten und ergreifendsten Safari-Erlebnissen des gesamten Kontinents.
Passende Safaris
Unterkünfte im Nationalpark
Bougainvillea Safari Lodge
Unterkunftsart: Lodge
Anzahl der Zimmer: 3
Ngorongoro Marera Mountain View Lodge
Unterkunftsart: Lodge
Anzahl der Zimmer: 2
Lake Ndutu Luxury Tented Lodge
Unterkunftsart: Lodge
Anzahl der Zimmer: 2















