Okonjima
Dieses private Naturreservat am Fuß der Omboroko-Berge ist die Heimat der berühmten AfriCat-Stiftung und bietet wohl die besten Chancen in ganz Afrika, freilebende Leoparden aus nächster Nähe zu beobachten.
Okonjima
Dieses private Naturreservat am Fuß der Omboroko-Berge ist die Heimat der berühmten AfriCat-Stiftung und bietet wohl die besten Chancen in ganz Afrika, freilebende Leoparden aus nächster Nähe zu beobachten.
Namibia
Land
Mai-Okt
Reisezeit
200 km²
Größe
1992 (Weltbekannt als Hauptsitz der AfriCat Foundation zum Schutz von Raubtieren)
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Privates Naturreservat. Ein echtes Vorzeigeprojekt für angewandten Naturschutz, das aus einer ehemaligen Rinderfarm entstanden ist.
Regenzeiten: Januar–März. Die rotbraune Savanne explodiert förmlich in satten Grüntönen. Das Gras steht hoch, was die Raubkatzen für Fotografen oft schwerer sichtbar macht, die Landschaft aber in ein Paradies verwandelt.
Temperaturen: Dez–Feb bis 35°C, Jun–Aug tagsüber 25°C, aber bei den morgendlichen Pirschfahrten fallen die Temperaturen oft an den Gefrierpunkt – Zwiebellook und Mützen sind Pflicht!
Besucher-Frequenz: Hoch. Durch die perfekte geografische Lage ist Okonjima der logische (und sehr beliebte) Zwischenstopp auf der Route zwischen Windhoek und dem Etosha Nationalpark.
Ziel ist das Überleben von Namibias Raubtieren (v.a. Leoparden, Geparden und Braunhyänen) in ihrem natürlichen Lebensraum. Die Tiere hier sind nicht im Zoo, sondern jagen selbstständig im riesigen, umzäunten Reservat. In diesem Reservat befinden sich auch zahlreiche Unterkünfte und ist ein idealer Ausgangspunkt den Waterberg Plateau Nationalpark zu besuchen.
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Eine dichte, dornige Akaziensavanne (Thornveld), die von den sanften, rostroten Gipfeln und Tälern der Omboroko-Berge durchbrochen wird.
Ikonisch: Der Leopard. Diese sonst extrem scheuen Einzelgänger sind das unangefochtene Aushängeschild von Okonjima.
Tierwelt:
- Leoparden und Braunhyänen
- Das Pangolin (Steppenschuppentier) – Okonjima bietet eines der wenigen speziellen Pangolin-Trackings in ganz Afrika an.
- Giraffen, Zebras, Gnus und eine große Vielfalt an Antilopen (Oryx, Kudu, Eland)
- Hinweis: Es gibt hier bewusst keine Löwen oder Elefanten, was Okonjima zu einem extrem sicheren Refugium für Leoparden und Geparden macht.
Infrastruktur
Geografische Lage: Zentral-Namibia, ca. 50 km südlich von Otjiwarongo.
Nächster Airstrip/Flughafen: Eigener Okonjima Airstrip für Charterflüge. Ansonsten Windhoek, ca. 2,5 bis 3 Autostunden entfernt.
Anreise: Perfekt für Selbstfahrer. Von Windhoek fährt man auf der hervorragend asphaltierten B1 strikt nach Norden.
Straßenverhältnisse: Von der Abzweigung an der B1 führt eine ca. 24 km lange, sehr gut gepflegte Schotterpiste bis zum Hauptcamp. Auch ohne Allrad (mit SUV oder normalem PKW) problemlos fahrbar.
Unterkünfte: Eine Bandbreite von absoluter Weltklasse bis gemütlich. Vom rustikal-schicken Plains Camp über das luxuriöse Bush Camp bis zur extrem exklusiven Okonjima Villa (und erstklassigen Campsites).
Highlights
Die Morgendämmerung in Okonjima riecht nach feuchtem, rotem Staub und dem harzigen Duft der Akazien. Wenn Sie in den dicken Poncho der Lodge gehüllt auf dem offenen Safarifahrzeug sitzen, ist die Luft schneidend kalt. Doch die Kälte ist sofort vergessen, wenn der Motor abgestellt wird. Es herrscht absolute Stille, nur unterbrochen vom Rufen eines fernen Schakals. Und dann hören Sie es: Das rhythmische, immer lauter werdende „Beep... Beep... Beep“ der Telemetrie-Antenne, die Ihr Guide schwenkt. Die Spannung an Bord ist greifbar – Sie suchen keine Nadel im Heuhaufen, Sie wissen, dass der unsichtbare Jäger ganz in der Nähe ist.
Der Name „Okonjima“ stammt aus der Sprache der Herero und bedeutet „Ort der Paviane“. Noch faszinierender als der Name ist jedoch die Geschichte des Ortes: Ursprünglich war Okonjima eine ganz normale Rinderfarm der Familie Hanssen. Wie viele Farmer in Namibia litten sie massiv unter Raubkatzen, die ihre Kälber rissen. Doch anstatt die Leoparden und Geparden einfach zu erschießen, änderten die Hanssens in den 1990er Jahren ihre gesamte Lebensphilosophie. Sie verkauften die Rinder, widmeten das Land dem Naturschutz und gründeten die AfriCat Foundation. Aus ehemaligen Feinden der Farmer wurden die leidenschaftlichsten Beschützer der Raubtiere.
Das mit Abstand intensivste Erlebnis – und ein echter Geheimtipp – ist das Pangolin-Tracking zu Fuß. Das extrem seltene, von Wilderei bedrohte Steppenschuppentier sieht aus wie ein kleiner, wandelnder Tannenzapfen. Im Gegensatz zum Leoparden-Tracking verlassen Sie hier das Fahrzeug. Gemeinsam mit einem Forscher schleichen Sie zu Fuß durch den dichten Busch, lauschen auf das leise Rascheln und beobachten dieses fast prähistorisch anmutende, sanfte Wesen dabei, wie es mit seinen gewaltigen Krallen Termitenbauten aufbricht. Einem freilebenden Pangolin in freier Wildbahn zu begegnen, ist ein Privileg, das selbst erfahrene Safari-Veteranen oft ihr Leben lang nicht haben.
Passende Safaris
Unterkünfte im Nationalpark
Lake Ndutu Luxury Tented Lodge
Unterkunftsart: Lodge
Anzahl der Zimmer: 2














