Damaraland
Eine ungezähmte Landschaft aus glutroten Felsen und Tafelbergen, durch deren ausgetrocknete Flusstäler die legendären Wüstenelefanten in völliger Freiheit ziehen
Damaraland
Eine ungezähmte Landschaft aus glutroten Felsen und Tafelbergen, durch deren ausgetrocknete Flusstäler die legendären Wüstenelefanten in völliger Freiheit ziehen
Namibia
Land
Mai-Okt
Reisezeit
50.000 km²
Größe
1990er
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Kommunales Hegegebiet (Conservancies). Es ist kein klassischer, umzäunter Nationalpark, sondern freies Land, das von der lokalen Bevölkerung verwaltet wird.
Regenzeiten: Januar–März. Die Niederschläge sind gering, können aber dazu führen, dass sich die Trockenflüsse für wenige Stunden in reißende Sturzfluten verwandeln.
Temperaturen: Heißes Wüstenklima. Von November bis Februar oft über 40°C, Juni–August herrlich warm ca. 25°C, die Nächte können jedoch bis an den Gefrierpunkt abkühlen.
Besucher-Frequenz: Mittel. Es ist ein beliebtes Ziel auf der Route zwischen Swakopmund und dem Etosha Nationalpark, durch die Größe verläuft es sich jedoch enorm.
Hier befindet sich Twyfelfontein, eine der größten und wichtigsten Ansammlungen jahrtausendealter Felsgravuren (Petroglyphen) in ganz Afrika.
Das Damaraland beheimatet die größte frei lebende Population von Spitzmaulnashörnern weltweit, geschützt durch den „Save the Rhino Trust“.
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Eine dramatische Kulisse aus rostroten Granitkugeln, massiven Basalt-Tafelbergen (Etendeka-Plateau) und den sich wie grüne Adern durch die Wüste ziehenden Trockenflüssen.
Ikonisch: Der Wüstenelefant. Diese Elefanten haben längere Beine und breitere Fußsohlen entwickelt, um im tiefen Sand weite Strecken nach Wasser zurückzulegen.
Tierwelt:
- Wüstenelefanten
- Frei lebende Spitzmaulnashörner
- Wüstenlöwen (die extrem seltenen, an die Dürre angepassten Großkatzen)
- Wüstenangepasste Antilopen wie Oryx (Gemsbok) und Springböcke
Infrastruktur
Geografische Lage: Im rauen Nordwesten Namibias, landeinwärts der Skelettküste.
Nächster Airstrip/Flughafen: Windhoek für internationale Flüge; lokale Airstrips wie Twyfelfontein oder Doro Nawas für Fly-In-Safaris.
Anreise: ab Swakopmund ca. 4–5 Stunden oder Etosha (ca. 3–4 Stunden).
Straßenverhältnisse: Es gibt hier fast keinen Asphalt. Das Netz besteht aus breiten Schotterpisten. Für die Fahrt in die Trockenflüsse ist ein Allradantrieb und Tiefsand-Erfahrung zwingend erforderlich.
Unterkünfte: Spektakulär. Viele Lodges (wie Mowani Mountain Camp oder Camp Kipwe) sind architektonisch unsichtbar in die runden Granitfelsen integriert.
Highlights
Das Damaraland flimmert. Wenn die Mittagssonne auf die rostbraunen Felsblöcke brennt, scheint die Zeit hier nicht nur stillzustehen – sie scheint gar nicht zu existieren. Wenn man auf einem der massiven Granitfelsen steht und den Blick über das endlose, von flachen Tafelbergen gesäumte Tal schweifen lässt, fühlt man sich unfassbar klein. Die Stille ist hier so absolut, dass das Summen eines Insekts oder das Knirschen von Sand unter den eigenen Schuhen wie ein lauter Knall wirkt.
Der Name der Region geht auf das Volk der Damara zurück, eine der ältesten ethnischen Gruppen Namibias, die diese karge Landschaft seit Jahrhunderten bewohnen. Die Geschichte des Ortes reicht jedoch noch viel weiter zurück, bis zu den San-Buschmännern. Ihr Erbe findet sich in Twyfelfontein, was auf Afrikaans „Zweifelhafte Quelle“ bedeutet – benannt von einem weißen Siedler, der verzweifelt hoffte, die schwache Quelle würde seine Schafe am Leben halten. Doch für die San war dieser Ort jahrtausendelang heilig. In den roten Sandstein ritzten sie über 2.500 Bilder von Tieren und Fußspuren; eine steinerne Bibliothek und spirituelle Landkarte, die bis heute von einer tiefen Verbundenheit mit der Natur zeugt.
Das unbestrittene Highlight einer Damaraland-Reise ist das Tracking der Wüstenelefanten. Da es hier keine Zäune gibt, begeben Sie sich mit einem Guide im Geländewagen tief in die trockenen, sandigen Flussbetten des Huab oder Hoanib. Sie lesen Spuren im Sand und folgen zerbrochenen Ästen. Wenn Sie dann nach Stunden um eine Biegung fahren und plötzlich eine Herde dieser grauen Riesen sehen, wie sie geräuschlos durch den tiefen Staub gleiten und mit ihren Rüsseln nach verborgenem Wasser graben, ist das ein Gefühl purer Wildnis. Es ist keine Safari im klassischen Sinn – es ist eine Entdeckungsreise am Rand des Möglichen.
Passende Safaris
Unterkünfte im Nationalpark
Lake Ndutu Luxury Tented Lodge
Unterkunftsart: Lodge
Anzahl der Zimmer: 2














