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Caprivi

Wo die endlose Wüste plötzlich in ein tropisches Wasserparadies umschlägt und gewaltige Elefantenherden durch üppige Papyrussümpfe und weite Flussauen ziehen.

Caprivi

Wo die endlose Wüste plötzlich in ein tropisches Wasserparadies umschlägt und gewaltige Elefantenherden durch üppige Papyrussümpfe und weite Flussauen ziehen.

Namibia

Land

Mai - Oktober

Reisezeit

6.000 km²

Größe

1890

Gründung

Wissenswertes

Art des Schutzgebietes: Nationalparks & Hegegebiete. Der Caprivi besteht aus einem Flickenteppich aus geschützter Natur und kommunalen Gebieten ohne trennende Zäune.

Regenzeiten: Dezember–April. Die Flüsse treten dann weit über die Ufer. Die Region erstrahlt in tiefstem Grün, aber viele Pisten in den Parks werden zu unpassierbaren Schlammfeldern.

Temperaturen: Tropisch und schwül. Das Klima ist feuchter und heißer als im restlichen, trockenen Namibia oft über 35°C. 

Besucher-Frequenz: Niedrig. Die Hauptstraße wird zwar viel als Transitroute genutzt, aber wer in die eigentlichen Nationalparks abbiegt, findet tiefe, unberührte Wildnis abseits der Massen.

Die Region wird von vier mächtigen, ganzjährig wasserführenden Flüssen geprägt: Okavango, Kwando, Chobe und Sambesi. 

Der Caprivi ist das Herzstück des grenzüberschreitenden KAZA-Schutzgebietes, dem wichtigsten Wanderkorridor für Afrikas größte Elefantenpopulation.

Flora / Fauna

Landschaftliche Besonderheit: Ein dramatischer Kontrast zur Namib-Wüste: Hier dominieren grüne Galeriewälder, weitläufige Überschwemmungsgebiete (Floodplains) und massive Baobab-Bäume.

Ikonisch: Das Flusspferd. Es ist das ultimative Symbol für das „nasse Namibia“, das man im trockenen Rest des Landes vergeblich sucht.

Tierwelt:

  • Große Herden von Kaffernbüffeln und Elefanten (die oft schwimmend die Flüsse überqueren)
  • Krokodile und Flusspferde (allgegenwärtig in den Gewässern)
  • Seltene, wasserliebende Antilopen (Rote Letschwe, Sitatunga, Puku)
  • Ein absolutes Mekka für Vogelbeobachter (über 400 Arten, darunter Afrikanische Scherenschnäbel und unzählige Bienenfresser)

Infrastruktur

Geografische Lage: Im Nordosten Namibias, umgeben von Angola, Botswana, Sambia und Simbabwe.

Nächster Airstrip/Flughafen: Katima Mulilo (MPA) oder Rundu (NDU). Häufig wird auch Kasane im benachbarten Botswana zur Anreise genutzt.

Anreise: Der klassische Roadtrip-Baustein, der den Etosha Nationalpark mit den Victoriafällen verbindet.

Straßenverhältnisse: Die Hauptverkehrsader (Trans-Caprivi-Highway / B8) ist durchgehend und exzellent asphaltiert. Für Fahrten tief in die Nationalparks ist ein robustes 4x4-Fahrzeug mit Tiefsand-Erfahrung absolute Pflicht.

Unterkünfte: Wunderschöne, offene River-Lodges (oft auf Holzstelzen direkt über dem Wasser gebaut, z. B. Ndhovu Safari Lodge oder Namushasha River Lodge) sowie urige Campingplätze.

Highlights

Der Caprivi ist ein Schock für die Sinne – im allerbesten Sinn. Wenn Sie aus der flimmernden Hitze der namibischen Dornensavanne kommen, ändert sich die Welt hier schlagartig. Die Luft riecht plötzlich süß und feucht, der rote Staub weicht sattgrünem Schilf, und anstelle der bedrückenden Wüstenstille ertönt ein wildes Konzert. Es ist das ständige, tiefe Grunzen der Flusspferde, das schrille Pfeifen der Eisvögel und der wehmütige, majestätische Ruf des Schreiseeadlers. Wenn Sie abends auf dem Holzdeck Ihrer Lodge sitzen und in die Dunkelheit lauschen, begleitet Sie ein ohrenbetäubender Chor von Tausenden von Wasserfröschen in den Schlaf.

Dieser seltsame, schmale Landfinger auf der Landkarte verdankt seine Existenz einer bizarren kolonialen Fehleinschätzung. Der deutsche Reichskanzler Leo von Caprivi tauschte 1890 unter anderem die Insel Sansibar gegen dieses Stück Land ein, um dem damaligen Deutsch-Südwestafrika einen Zugang zum Sambesi zu verschaffen. Der ehrgeizige Plan: Man wollte eine direkte Schifffahrtsroute quer durch Afrika bis zum Indischen Ozean etablieren. Eine brillante Idee am Reißbrett in Berlin – die Kolonialherren hatten jedoch nicht einkalkuliert, dass genau auf dieser Route die gewaltigen Victoriafälle den Weg für Schiffe endgültig unpassierbar machten.

Vergessen Sie den Geländewagen – das absolute Highlight des Caprivi ist die Boots-Safari. Im kleinen Aluminiumboot oder auf einem Ponton gleiten Sie lautlos über den spiegelglatten Kwando oder Okavango. Wenn Sie sich durch die dichten Papyrustunnel manövrieren und das Boot plötzlich stoppt, weil nur zwanzig Meter vor Ihnen eine Herde Elefanten ins Wasser steigt, um schwimmend ans andere Ufer zu gelangen, bleibt die Zeit stehen. Sie sehen nur noch die Rüssel, die wie Schnorchel aus dem Wasser ragen, während die Sonne als glutroter Ball hinter den Palmen versinkt. Es ist entspannt, nahbar und unendlich friedlich.

Passende Safaris

Unterkünfte im Nationalpark

Mbali Mbali Mahale Lodge

Unterkunftsart: Lodge

Anzahl der Zimmer: 1

Nyikani Tarangire Camp

Unterkunftsart: Camp

Anzahl der Zimmer: 1

Siringit Serengeti Camp

Unterkunftsart: Camp

Anzahl der Zimmer: 1

NEU

Lake Ndutu Luxury Tented Lodge

Unterkunftsart: Lodge

Anzahl der Zimmer: 2

Escarpment Luxury Lodge

Unterkunftsart: Lodge

Anzahl der Zimmer: 1

Elephant Rock Luxury Camp

Unterkunftsart: Camp

Anzahl der Zimmer: 6

Ngorongoro Farm House

Unterkunftsart: Lodge

Anzahl der Zimmer: 5

Speke Bay Lodge

Unterkunftsart: Lodge

Anzahl der Zimmer: 8

Kigoma Hilltop Hotel

Unterkunftsart: Hotel

Anzahl der Zimmer: 3

Serengeti Serena Lodge

Unterkunftsart: Lodge

Anzahl der Zimmer: 6

Airport Planet Lodge

Unterkunftsart: Lodge

Anzahl der Zimmer: 3

Kilindi Zanzibar

Unterkunftsart: Hotel

Anzahl der Zimmer: 1

Vuma Hills Tented Camp

Unterkunftsart: Camp

Anzahl der Zimmer: 1

Tloma Lodge

Unterkunftsart: Lodge

Anzahl der Zimmer: 3

Kati Kati Camp

Unterkunftsart: Camp

Anzahl der Zimmer: 1

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