Solio
Die globale Hauptstadt der Nashörner. Dieses private Schutzgebiet beherbergt die weltweit höchste Dichte an Spitz- und Breitmaulnashörnern – Sichtungen sind hier keine Glückssache, sondern garantiert.
Solio
Die globale Hauptstadt der Nashörner. Dieses private Schutzgebiet beherbergt die weltweit höchste Dichte an Spitz- und Breitmaulnashörnern – Sichtungen sind hier keine Glückssache, sondern garantiert.
Kenia
Land
Ganzjährig
Reisezeit
70 km²
Größe
1970
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Privates Schutzgebiet. Es ist komplett eingezäunt, um die extrem hohe Konzentration an gefährdeten Nashörnern vor Wilderern zu schützen.
Temperaturen: Eher kühl. Durch die Lage im Hochland ist es tagsüber angenehm, nachts aber oft empfindlich kalt.
Besucher-Frequenz: Niedrig bis Mittel. Da es nur eine Lodge im Park gibt, ist es sehr exklusiv – Tagesgäste sind jedoch erlaubt.
Solio ist die „Zuchtstation“ Ostafrikas. Es war so erfolgreich bei der Vermehrung, dass viele Nationalparks in Kenia (wie Nakuru oder Tsavo) mit Nashörnern aus Solio neu besiedelt wurden.
Es ist fast unmöglich, Solio zu besuchen, ohne ein Nashorn zu sehen. Oft sieht man 20 bis 40 Tiere an einem einzigen Tag.
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Weite, offene Grasebenen, unterbrochen von Gelbfieber-Akazienwäldern und Sümpfen. Perfekt für Fotografie, da die Tiere kaum Versteckmöglichkeiten haben.
Ikonisch: Das Nashorn. Sowohl das aggressive Spitzmaulnashorn (Black Rhino) als auch das geselligere Breitmaulnashorn (White Rhino) kommen in hoher Dichte vor.
Tierwelt:
- Löwen (sehr starke Population, oft auf Nashorn-Kälber spezialisiert)
- Leoparden und Geparden
- Rothschild-Giraffen
- Keine Elefanten (sie werden durch Zäune ferngehalten, um den Lebensraum für die Nashörner zu schonen).
Infrastruktur
Geografische Lage: Zentral-Kenia, etwa 30 Min. nördlich der Stadt Nyeri und südlich von Nanyuki.
Nächster Airstrip: Solio Airstrip (Privat) oder Nanyuki Civil Airstrip (ca. 30 Min. Fahrt).
Anreise: Sehr einfach per Auto ab Nairobi (ca. 3–4 Std. auf guter Asphaltstraße bis zum Gate).
Straßenverhältnisse: Innerhalb des Reservats sehr gut gepflegte Schotterwege, leicht zu befahren.
Unterkünfte: Im Park nur die ultra-luxuriöse Solio Lodge. Außerhalb gibt es günstigere Optionen in der Nähe von Nanyuki/Nyeri.
Highlights
Solio ist surreal. In den meisten Parks Afrikas feiert man die Sichtung eines einzelnen Nashorns als Highlight der Woche. In Solio biegen Sie um die erste Kurve und sehen fünf. Fahren Sie weiter, stehen dort zehn. Manchmal versammeln sich auf den offenen Lichtungen so viele Breitmaulnashörner, dass sie wie eine graue Felslandschaft wirken, die plötzlich zum Leben erwacht. Es ist einer der wenigen Orte auf der Erde, wo man die Begriffe „vom Aussterben bedroht“ für einen Moment vergisst, weil die Fülle des Lebens so überwältigend ist.
Die Geschichte von Solio ist das Vermächtnis eines einzelnen Visionärs: Courtland Parfet. Der amerikanische Rancher entschied 1970, einen Teil seiner Rinderfarm abzutrennen, um die letzten Nashörner Kenias zu retten, die damals zu Tausenden gewildert wurden. Er startete mit einer Handvoll Tieren. Heute ist Solio der genetische Banktresor für die ganze Spezies. Der Name der Ranch selbst ist fest mit der Kolonialgeschichte und der Rinderzucht verbunden, doch heute steht er weltweit synonym für Rettung.
Ein Erlebnis, das sich tief einbrennt, ist das Bild der „Urzeit-Ebene“. Wenn sich der Morgennebel lichtet und die ersten Sonnenstrahlen die schneebedeckte Spitze des Mount Kenya im Hintergrund beleuchten, während im Vordergrund eine Gruppe von 20 Nashörnern friedlich grast und Giraffen durch die Akazien schreiten, fühlt man sich in das Pleistozän zurückversetzt. Es ist eine Welt, wie sie vor dem Menschen ausgesehen haben muss – mächtig, friedlich und voller Giganten.
















