Mount Kenya
Afrikas eisiger Thron. Der Mount Kenya beeindruckt mit schneebedeckten Gipfeln direkt am Äquator und einer weltweit einzigartigen afro-alpinen Flora.
Mount Kenya
Afrikas eisiger Thron. Der Mount Kenya beeindruckt mit schneebedeckten Gipfeln direkt am Äquator und einer weltweit einzigartigen afro-alpinen Flora.
Kenia
Land
Jan–März und Jul–Okt
Reisezeit
715 km²
Größe
1949
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe (unter Verwaltung des KWS).
Regenzeiten: April–Mai (lange Regenzeit), November (kurze Regenzeit).
Temperaturen: Alpin – tagsüber 10–15°C, nachts oft Frost bis -10°C in Gipfelnähe.
Besucher-Frequenz: Mittel. Weniger überlaufen als der Kilimandscharo, zieht eher ambitionierte Wanderer an.
Mit 5.199 m ist er nach dem Kilimandscharo der zweithöchste Berg Afrikas.
Für das Volk der Kikuyu ist der Berg der Thron ihres Gottes Ngai.
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Schroffe Vulkangipfel, Gletscherreste und mystische Moorlandschaften mit Riesenpflanzen.
Ikonisch: Die Zwillingsgipfel Batian & Nelion.
Tierwelt:
- Waldelefanten und Kaffernbüffel (in den unteren Waldzonen)
- Schwarz-weiße Colobus-Affen und Sykes-Meerkatzen
- Leoparden und Hyänen
- Bongo-Antilopen (sehr selten und scheu im Bambusgürtel)
Infrastruktur
Geografische Lage: Zentral-Kenia, ca. 175 km nördlich von Nairobi.
Nächster Airstrip: Nanyuki Airstrip.
Anreise: Ca. 3–4 Stunden Fahrt ab Nairobi (guter Asphalt bis zu den Talorten).
Straßenverhältnisse: Asphalt bis zu den Städten (Nanyuki/Chogoria), steile Pisten zu den Park-Gates.
Unterkünfte: Berghütten auf den Routen, exklusive Lodges im Waldgürtel.
Highlights
Eine Kathedrale aus Fels und Eis, die direkt den Äquator krönt. Wenn sich der Morgennebel lichtet, enthüllt der Mount Kenya seine schroffen, schneebedeckten Zwillingsgipfel Batian und Nelion, die majestätisch über den dichten Bergnebelwäldern thronen. Es ist ein surrealer Anblick voller Kontraste: Gletscherglanz unter der tropischen Sonne, eine fast mystische Kulisse, die eher an die Alpen erinnert als an das heiße Afrika. Die Luft ist klar und dünn, und die Stille der Höhenmeter verleiht der Szenerie eine Erhabenheit, die Bergsteiger und Naturliebhaber gleichermaßen in ihren Bann zieht.
Die Hänge dieses erloschenen Vulkans beherbergen eine weltweit einzigartige Pflanzenwelt. In den hohen Moorlandschaften ragen Riesen-Senezien und Lobelien wie Wächter aus einer Urzeit empor. Diese markante Erscheinung von dunklem Fels und weißem Eis inspirierte auch den Namen: Das Volk der Kikuyu nannte den Berg „Kirinyaga“, was „Berg des Straußes“ oder „Berg der Helligkeit“ bedeutet. Die schwarz-weißen Felsformationen und Eisfelder erinnerten sie an das Gefieder eines männlichen Straußes – ein heiliger Ort, an dem ihr Gott Ngai residiert und zu dem sie ihre Häuser ausrichten.
Während die Gipfelzone eine Welt aus Stein ist, pulsiert in den tiefer gelegenen Bambus- und Regenwäldern das Leben. Dieser grüne Gürtel ist das ökologische Zentrum, das die umliegenden Farmen mit Wasser versorgt. Hier, im schattigen Dickicht, verbergen sich Waldelefanten, Kaffernbüffel und Riesenwaldschweine. Wer leise ist, entdeckt vielleicht die akrobatischen Colobus-Affen in den Baumkronen oder Leoparden, die lautlos durch das Unterholz streifen, stets bewacht von der eisigen Krone des Berges im Hintergrund.

















