Lake Nakuru
Kenias wichtigstes Nashorn-Schutzgebiet. Lake Nakuru ist berühmt als Zufluchtsort für bedrohte Breit- und Spitzmaulnashörner sowie für seine beeindruckende Vogelvielfalt.
Lake Nakuru
Kenias wichtigstes Nashorn-Schutzgebiet. Lake Nakuru ist berühmt als Zufluchtsort für bedrohte Breit- und Spitzmaulnashörner sowie für seine beeindruckende Vogelvielfalt.
Kenia
Land
Ganzjährig
Reisezeit
188 km²
Größe
1968
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Nationalpark unter Verwaltung des Kenya Wildlife Service (KWS).
Regenzeiten: April–Mai (lange Regenzeit), November–Dezember (kurze Regenzeit).
Temperaturen: Tagsüber ca. 25–28°C, nachts kühl (ca. 9–12°C).
Besucher-Frequenz: Hoch. Durch die Nähe zu Nairobi und kompakte Größe oft gut besucht.
Erfolgreichstes Schutzgebiet Kenias mit hoher Wahrscheinlichkeit, beide Nashornarten zu sehen.
Die Flamingo-Population schwankt stark je nach Wasserstand; oft weichen sie auf den Lake Bogoria aus.
Teil des Weltnaturerbes „Kenianisches Seensystem im Great Rift Valley“.
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Der alkalische See, in dem heute viele tote Bäume gespenstisch aus dem gestiegenen Wasser ragen, umrahmt von gelben Fieberakazien-Wäldern.
Ikonisch: Breit- und Spitzmaulnashörner (Hauptattraktion) sowie baumkletternde Löwen.
Tierwelt:
- Breitmaulnashörner (oft in Gruppen auf den Wiesen)
- Spitzmaulnashörner (eher im dichten Busch)
- Rothschild-Giraffen (seltene Unterart)
- Zwergflamingos (Vorkommen heute stark saisonal schwankend/weniger als früher)
Infrastruktur
Geografische Lage: Zentrales Kenia im Great Rift Valley, ca. 160 km nordwestlich von Nairobi.
Nächster Airstrip: Naishi Airstrip (direkt im Park).
Anreise: Sehr bequem in ca. 3 Stunden Fahrtzeit ab Nairobi über gut ausgebaute Asphaltstraßen.
Straßenverhältnisse: Innerhalb des Parks gut ausgebautes Wegenetz.
Unterkünfte: Gute Auswahl an Lodges und Zeltcamps direkt im Park sowie zahlreiche Hotels in der angrenzenden Stadt Nakuru.
Highlights
Der Lake Nakuru hat in den letzten Jahren einen dramatischen Wandel durchlebt, der ihn noch faszinierender macht. Vom Aussichtspunkt „Baboon Cliff“ blickt man heute auf einen See, der seine Ufer weit über die alten Grenzen hinaus ausgedehnt hat. Wo früher oft ein fester rosa Saum aus Millionen Flamingos das Bild prägte, glitzert heute oft das tiefe Blau des Wassers, aus dem die abgestorbenen Stämme versunkener Akazien wie Skulpturen ragen – eine fast mystische Kulisse, in der Pelikane und Kormorane die Herrschaft übernommen haben, während die Flamingos nun als nomadische Gäste je nach Wasserqualität kommen und gehen.
Dieser Wandel ist eng mit dem Namen des Parks verknüpft, auch wenn er heute fast ironisch wirkt. „Nakuru“ bedeutet in der Sprache der Maasai so viel wie „staubiger Ort“ oder „Ort des wirbelnden Staubs“. Der Name erinnert an trockenere Zeiten, in denen der alkalische See oft schrumpfte und sodahaltigen Staub freigab. Heute jedoch ist der Park eine grüne Oase, in der sich dichte Gelbfieber-Akazienwälder mit offenen Grasflächen abwechseln und Lebensraum für eine Tierdichte bieten, die im Rift Valley ihresgleichen sucht.
Das wahre Juwel des Parks ist mittlerweile der Erfolg im Artenschutz: Nakuru ist das ultimative „Rhino Sanctuary“. Nirgendwo sonst in Kenia stehen die Chancen besser, sowohl die friedlichen Breitmaulnashörner beim Grasen am Seeufer als auch die scheuen, vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner im dichten Busch zu entdecken. Ergänzt wird dieses Erlebnis durch die seltene Rothschild-Giraffe und die berühmten baumkletternden Löwen, die sich hier oft in den niedrigen Ästen der Akazien ausruhen.



























